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Eigene Dateien

Die Eigenen Dateien sind Ihr Dateispeicher auf dem Netxp-Server — ein webbasierter Datei-Explorer für Vereinsdokumente, Beleg-Anhänge und Mitglieds-spezifische Anlagen. Jeder Netxp-Vereinsvertrag enthält 12 MB Speicher; mit der elektronischen Belegablage oder zusätzlichem Online-Speicher lässt sich das Volumen erhöhen.

Eigenständige Anwendung

Hinter „Eigene Dateien" steckt eine eigene Windows-Anwendung (Netxp:Verein - Festplatte). Sie wird aus Netxp Verein heraus gestartet, läuft aber in einem eigenen Fenster und greift per WebDAV auf den Netxp-Server zu. Sie können sie auch nutzen, ohne dass Netxp Verein selbst geöffnet ist — z. B. zum reinen Hochladen oder Scannen von Belegen.

Zweck

  • Vereins­dokumente zentral und sicher ablegen
  • Mitglied-spezifische Anhänge (z. B. Beitrittsformular, SEPA-Mandat-Scan) pflegen
  • Belege aus der elektronischen Belegablage strukturiert verwalten
  • Datei-Explorer-Komfort im Programm — Drag & Drop, Vorschau, Volumen-Anzeige

Voraussetzungen

  • Netxp Verein ist installiert.
  • Ihr Benutzer hat das Recht Eigene Dateien & Belegarchiv (siehe Benutzerrollen).
  • Für Scans: ein Scanner mit TWAIN- oder WIA-Treiber ist installiert.

Speicher-Volumen

VertragsbestandteilSpeicher
Vereinskundenvertrag (Standard)12 MB
Elektronische Belegablage+2 GB
Online-Speicher+1 GB bis +50 GB (aufsummiert)

Der aktuelle Stand erscheint rechts unten in der Statusleiste des Festplatten-Fensters:

Vorhandener Speicherplatz: X MB — Verwendeter Speicherplatz: Y MB — Freier Speicherplatz: Z MB

Links daneben sehen Sie zusätzlich die Zähler „n Verzeichnisse, m Dateien" für den aktuell ausgewählten Ordner.

So gehen Sie vor

Eigene Dateien öffnen

Öffnen Sie Verein → Eigene Dateien.

Eigene Dateien — Datei-Explorer

Es öffnet sich ein klassischer Datei-Explorer mit zwei Spalten: links die Ordnerstruktur, rechts der Inhalt des aktuell gewählten Ordners.

Fenster im Hintergrund

Auf manchen Windows-Systemen öffnet sich das Festplatten-Fenster hinter dem Netxp-Verein-Hauptfenster. Klicken Sie in der Taskleiste auf das Netxp-Verein-Icon — beide Fenster werden angezeigt; den Datei-Explorer in den Vordergrund holen. In den Benutzerdetails → Erweiterte Einstellungen lässt sich „Eigene Dateien immer im Vordergrund" als Standard aktivieren.

Ansicht umschalten

In der Symbolleiste oben stehen drei Ansichten zur Verfügung — analog zum Windows-Explorer:

AnsichtZweck
Symbole (kleine Icons, 16 × 16)Klassische Listenansicht, viel Inhalt im Blick
Vorschaubilder (135 × 180)Für PDFs und Bilder — direkt erkennbar, was sich in der Datei befindet
DetailsSpaltenansicht mit Größe, Datum, Typ — gut für große Ordner

Über Anzeige → Vorschaubilder lässt sich die Thumbnail-Erzeugung zusätzlich global ein- oder ausschalten.

Datei hochladen

Es gibt zwei Wege:

  1. Importieren → Datei(en) hochladen oder den entsprechenden Symbolleisten-Button — Dateien aus dem Windows-Datei-Dialog wählen.
  2. Drag & Drop — Dateien aus dem Windows-Explorer direkt ins Festplatten-Fenster ziehen.

Beim Hochladen prüft die Festplatte automatisch:

  • Verbotene Dateitypen (z. B. ausführbare Dateien) werden abgelehnt oder aus dem Auswahl-Stapel entfernt.
  • Ins Belegarchiv dürfen ausschließlich PDF-Dateien — alle anderen werden vor dem Upload entfernt.

Mehrere Dateien gleichzeitig

Sie können beliebig viele Dateien in einem Rutsch hochladen. Während des Uploads zeigt ein Fortschritts-Dialog (Upload läuft …) den Status — der Vorgang lässt sich abbrechen.

Scanner verwenden

  1. Einstellungen → Scanner-Einstellungen öffnen und einmal den gewünschten Scanner (TWAIN/WIA) auswählen und konfigurieren (Auflösung, Farbtiefe, Duplex, Stapeleinzug).
  2. Den Zielordner im linken Bereich markieren.
  3. Importieren → Scannen klicken (oder der Symbolleisten-Button Scannen).
  4. Die gescannte Seite wird automatisch als PDF abgelegt.
Scans gehen nur in „Offene Belege"

Wenn Sie das Belegarchiv nutzen, lässt sich nur in den Unterordner „Offene Belege" des jeweiligen Belegarchivs scannen. Wählen Sie einen anderen Belegarchiv-Ordner, lehnt die Festplatte den Scan mit „Ordner gesperrt" ab.

Neuen Ordner anlegen

  1. Rechtsklick im Ordnerbereich (linke Spalte) oder im Dateibereich (rechte Spalte).
  2. Neuer Ordner wählen.
  3. Namen vergeben — der Vorschlag ist „Neuer Ordner".

Datei öffnen, speichern, kopieren

Per Rechtsklick auf eine Datei stehen Ihnen folgende Aktionen zur Verfügung:

AktionBedeutung
ÖffnenStartet das zugehörige Windows-Programm (PDF-Reader, Word, Excel …) — siehe Office-Roundtrip unten
Speichern unterLokal abspeichern, ohne den Server-Stand zu verändern
In ein PDF konvertierenBild oder Office-Datei → PDF; das PDF wird zusätzlich abgelegt
Kopieren / EinfügenZwischen Ordnern verschieben/kopieren
UmbenennenDateiname anpassen — Endung muss erhalten bleiben
LöschenDatei entfernen
EigenschaftenGröße, Pfad, eigene Metadaten (siehe unten)

Datei suchen / filtern

Die Filterleiste am oberen Rand der Dateiliste bietet:

  • Dateiname enthält — Volltext im Dateinamen
  • Datum vonbis — Änderungsdatum eingrenzen

Der Filter wirkt jeweils auf den aktuell gewählten Ordner.

Office-Dateien direkt bearbeiten („Roundtrip")

Damit Office-Dateien nicht erst lokal heruntergeladen, von Hand geöffnet und manuell wieder hochgeladen werden müssen, beherrscht die Festplatte einen automatischen Roundtrip:

  1. Datei per Öffnen anklicken.
  2. Die Festplatte legt eine temporäre Kopie an und startet das zugehörige Programm (Word, Excel, PowerPoint, OpenOffice …).
  3. Während Sie die Datei bearbeiten, überwacht die Festplatte die lokale Kopie.
  4. Sobald Sie die Datei schließen und speichern, lädt die Festplatte sie automatisch wieder hoch.

Online vs. lokal — was wird wie behandelt?

Unter Einstellungen → Dateien öffnen können Sie zwei Listen pflegen:

ListeVerhalten
Online-DateitypenWerden direkt aus dem WebDAV-Speicher geöffnet — z. B. PDFs, Bilder. Schnell, aber kein Roundtrip.
Lokal-DateitypenWerden lokal kopiert, bearbeitet, automatisch zurück hochgeladen — typisch: .docx, .xlsx, .pptx, .odt.

Im selben Dialog hinterlegen Sie Ihre WebDAV-Zugangsdaten (Benutzer, Passwort) — diese werden für den Rückkopier-Vorgang benötigt.

Roundtrip abgebrochen

Wenn Sie die Datei schließen, bevor die Festplatte den Upload abgeschlossen hat (z. B. weil Sie den Speichern-Dialog mit Abbrechen verlassen), erscheint die Meldung „Automatische Rückspeicherung abgebrochen". Alle weiteren Änderungen müssen Sie dann manuell hochladen.

Überwachte Ordner (FileSystemWatcher)

Sie können einen lokalen Ordner mit einem Server-Ordner koppeln — alles, was Windows in den lokalen Ordner schreibt, landet automatisch auf dem Server.

  1. Rechtsklick auf den Server-Zielordner → Überwachten Ordner bearbeiten (oder Anzeige → Überwachte Ordner anzeigenNeu).
  2. Erfassen:
    • Lokaler Ordner — Pfad auf Ihrem Windows-PC
    • WebDAV-Ordner — Zielordner auf dem Server (vorausgefüllt aus der aktuellen Auswahl)
    • Filter — z. B. *.pdf (Standard für Belegarchiv-Ordner), *.docx, *.*
  3. Speichern.

Solange die Festplatten-Anwendung läuft, werden neue Dateien im lokalen Ordner automatisch hochgeladen. Per Anzeige → Überwachte Ordner anzeigen sehen Sie alle aktiven Verknüpfungen, können sie bearbeiten oder löschen.

Idealer Workflow für Scanner ohne TWAIN

Wenn Ihr Scanner direkt in einen Windows-Ordner schreibt (z. B. Netzwerk-MFP mit „Scan to Folder"), koppeln Sie diesen Ordner mit „Offene Belege" im Belegarchiv und filtern auf *.pdf. Gescannte Belege landen so ohne manuellen Zwischenschritt im Belegarchiv.

Eigenschaften und Metadaten pro Datei

Über Rechtsklick → Eigenschaften sehen Sie pro Datei:

  • Name, Größe, Pfad, Datum
  • Eigene Eigenschaften — frei vergebbare Metadaten in der Form Namespace + Name + Wert

Damit lassen sich Dateien z. B. mit Kategorien, Schlagworten oder Belegnummern markieren, die später in eigenen Auswertungen verwendet werden können.

Besondere Ordner

Drei Ordner-Namen sind im Belegarchiv systemseitig reserviert und unterliegen besonderen Regeln:

OrdnerBesonderheit
BelegarchivWird vom System verwaltet — kann nicht manuell erstellt, umbenannt oder gelöscht werden. Erscheint, sobald die elektronische Belegablage über Verwaltung → Optionen freigeschaltet ist.
Offene BelegeEingangskorb für noch zuzuordnende Belege — Scans und Drag & Drop aus dem Belegarchiv landen hier. Nur PDFs.
Zugewiesene BelegeBelege, die bereits einer Buchung zugewiesen sind. Schreibgeschützt; manuelles Löschen erst nach Aufheben der Zuordnung.
Mitglieder-Ordner (Unterordner mit DatenbankID)Pro Mitglied entsteht ein Unterordner, sobald in den Mitgliederdetails erstmals „Eigene Dateien" geklickt wird. Manuelle Anlage hat keinen Bezug zum Mitglied. Sprechende Namen statt der DatenbankID kann der Support einrichten.
VereinshauptordnerKann weder umbenannt noch gelöscht werden.

Zwei-Faktor und App-Passwort

Bei aktivem 2FA: App-Passwort nötig

Wenn für den eigenen Benutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiv ist, funktioniert das normale Passwort nicht mehr für die Anmeldung des NetxpVerein-Festplatte-Sync-Clients oder eines Windows-Netzlaufwerks.

Lösung: In den Benutzerdetails ein App-Passwort erzeugen und in der NetxpVerein-Festplatte (bzw. beim Verbinden des Netzlaufwerks) statt des normalen Passworts eintragen.

Tipps & Hinweise

Klar strukturierte Ordnerstruktur

Legen Sie zu Beginn eine Ordnerstruktur fest — z. B. „Satzung", „Protokolle", „Verträge", „Sponsoring". Spätere Umsortierung ist möglich, aber aufwändiger.

Belegablage statt manueller Belege

Die elektronische Belegablage strukturiert die Belegverwaltung automatisch und vereinfacht später die Kassenprüfung erheblich — siehe Elektronische Belegablage.

Online-Speicher schrittweise dazu buchen

Mit der Belegablage starten Sie mit 2 GB. Mehr Speicher (z. B. für Videos, große Vereinsdokumente, Fotoalben) lässt sich beliebig nachbuchen — bis 50 GB.

Vorschaubilder gezielt einsetzen

Vorschaubilder kosten beim ersten Aufruf eines Ordners spürbar Zeit, weil die Festplatte die PDF-Vorschauen rendert. In großen Ordnern (>500 Dateien) lohnt es sich, vor dem Öffnen auf die Detail-Ansicht umzuschalten.

Häufige Fehler

„Mitglied-Ordner" wurde manuell angelegt

Das funktioniert nicht — auch wenn der Name die DatenbankID oder den Mitgliedernamen trägt, hat der manuell angelegte Ordner keinen Bezug zum Mitglied. Stattdessen das Mitglied öffnen und auf „Eigene Dateien" klicken — Netxp legt den verknüpften Ordner automatisch an.

Speicher voll

Aktuellen Verbrauch rechts unten kontrollieren. Bei Bedarf nicht mehr benötigte Dateien löschen oder zusätzlichen Online-Speicher bestellen.

Datei aus Belegarchiv lässt sich nicht löschen

Beleg-Dateien unter „Zugewiesene Belege" sind mit Buchungen verknüpft und damit schreibgeschützt. Löschen ist nur nach Aufheben der Zuordnung in der zugehörigen Buchung möglich.

„Hinzufügen abgebrochen — Nur PDF erlaubt"

Sie haben versucht, eine Nicht-PDF-Datei (z. B. .jpg, .docx) ins Belegarchiv zu legen. Konvertieren Sie die Datei zuerst lokal in PDF (viele Office-Programme können das per Speichern unter) oder verwenden Sie „In ein PDF konvertieren" aus dem Rechtsklick-Menü in einem normalen Ordner.

„Keine Berechtigung für das Belegarchiv vorhanden"

Wenden Sie sich an Ihren Vereinsadmin — er kann unter Benutzer → Benutzerliste → Benutzerdetail → Freigabe → Eigene Dateien & Belegarchiv die nötigen Rechte vergeben (siehe Benutzerrollen).

„Fehler beim Erstellen der WebDav-Verbindung"

Die Festplatten-Anwendung erreicht den Netxp-Server nicht. Prüfen Sie die Internetverbindung sowie Firewall-/Proxy-Einstellungen (HTTPS auf Port 443 muss erreichbar sein). Wenn ein lokaler Virenscanner die Verbindung blockiert, hilft das Ausnehmen der Netxp-Verein-Festplatte (NetxpVereinFestplatte.exe) aus dem Scan-Schutz.

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Quellen: Wiki — Verein/Eigene Dateien sowie Webinare „Eigene Dateien im Verein" (2016-03-08) und „Eigene Dateien — Grundlagen" (2018-08-31).